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Die Symbolkraft  der Schweizer Fahne

Seit vielen Jahrhunderten verkörpert eine Fahne durch ihre Form, ihre Farben und ihre Symbolik etwas Geistiges, nämlich den Anspruch auf eine bestimmte, genau abgesteckte Philosophie des Denkens und des Handelns. Niemand entwirft eine Fahne, nicht ohne einen dahinter eingewobenen Anspruch der Macht oder des Wissens zu implementieren. Die Schweizerfahne ist zuerst ein Symbol der Freiheit des Menschen (Rütli Schwur), aber auch die Verkündigung einer kraftvollen Schlichtheit und Urwüchsigkeit der Bewohner dieses Landes, welches durch ihre Schweizer Fahne in einer beeindruckenden Schlichtheit repäsentiert wird.


Historischer Rückblick

Schauen wir zunächst einwenig in unserer Schweizer Historie zurück und blicken auf das prägnante weisse Kreuz inmitten eines kräftigroten Untergrundes. Die Entstehung des sogenannten „Schweizer Kreuzes“ geht bis auf das 13. Jahrhundert zurück, wo bereits der Deutsche Kaiser eine Fahne mit einem Kreuz in die Heiligen Kriege trug. Das Kreuz geht möglicherweise auf die Templer zurück, die bereits im frühen Mittelalter grosse Macht und Einfluss besassen. Zur dieser Zeit zogen die Schweizer Eidgenossen noch unter ihren Kantonsfahnen ins Feld. Eine einheitliche Schweizerfahne, wie wir diese heute kennen, gab es damals noch nicht. Das tiefe Rot in einer Fahne symbolisiert wohl das vergossene Blut, das stets vor der erreichten Macht als Blutzoll bezeichnet werden kann. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches bildeten sich in Europa eigene Kaiser und Königreiche, die nun ebenfalls das Blutrot mit einem weissen Kreuz in ihren Fahnen beanspruchten. Der Vatican in Rom hatte, seit seiner Gründung im 4. Jahrhundert nicht unwesentlichen Einfluss auf die Fahnengestaltung und die Vergabe von Lizenzen, wer, was, wo zeigen durfte. Das Recht solche Fahnen öffentlich zeigen und tragen zu dürfen wurde in der Regel verkauft, oder als Auszeichnung verliehen. Dieses Recht beinhaltete oftmals weitere Privilegien, wie dass der direkten Gerichtsbarkeit durch den obersten Herrscher, Kaiser oder König, ohne den Einbezug von Grafen, Vögten usw.. Die sogenannten Schwyzer, die etwa im Jahr 1240 die Reichsfreiheit erlangten, benutzten bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts eine rote Fahne, jedoch ohne das weisse Kreuz. Dabei ist es interessant, dass die Schwyzer den König Rudolf von Habsburg in seinem Kriegszug 1289 gegen Burgund militärisch unterstützten und dafür als Dank das Recht verliehen bekamen, in ihrer roten Schwyzer Fahne symbolhaft den Tod Christi darzustellen. Somit entstand die erste Form eines weissen Kreuzes auf roten Grund in der Schweizer Fahne.

Das auftretende Problem zu dieser Zeit war die Nichterkennbarkeit eines geschlossenen Schweizer Bundes, denn jeder Kanton hatte seine eigene Kantonsfahne und seine eigenen Uniformen. Aus historischen Dokumenten weiss man, dass man diesen Mangel erstmals in der Schlacht von Laupen, im Jahre 1339 beheben wollte, in dem man Kreuze aus weissem Stoff, als ein gemeinsam verbindendes Symbol auf die Uniformen, Hüte und sogar an die Waffen anbrachte. Etwa im Jahr 1450 wurde dann das weisse Kreuz in die roten Fahnen integriert, sodass man nun von einer Schweizer Flagge heutigen Typus sprechen kann, allerdings wurde das weisse Kreuz zur damaligen Zeit bin an den Rand der Fahne durchgezogen. Es ist interessant zu wissen, dass in der Jetztzeit etwa 176 Landesfahnen dieser Welt existieren, wovon nur neun weitere Ländern, neben der Schweiz ein Kreuz in deren Fahnen führen. Es handelt sich dabei vorwiegend um nordische Länder, wie Finnland, Island, Norwegen, Schweden, Dänemark, Grossbritanien, Malta, Griechenland und die Dominikanische Republik.


Der Einfluss der Französischen Revolution auf die Schweizer Fahne

Es war nur eine kurze Episode, welche die Schweiz, im Sturm der Begeisterung für die Französche Revolution veranlasste, ihre Fahne analog der französischen Trikolore (3-farbige Fahne) umzugestalten. Besonders die Westschweiz war ein Gegner der Herrschaft aus Bern und deren Liberale riefen die Franzosen, die dann dieses Gebiet okkupierten und die gewünschte Fahnenänderung, speziell auf den Wunsch des Kanton Waadt, realisierten. So erhielt die Schweiz, oder besser ein Teil davon, für eine kurze Zeit eine Schweizerische Trikolore in den Farben Grün-Rot-Gelb, in welche dann noch kantonstypische Wappenteile integriert waren.


Der Schweizer Nationalismus erwacht

Nach dem Sturz Napoleons erwachten die Schweizer wieder aus ihrer Euphorie und besannen sich erneut auf ihren früheren Konservatismus. Sie wollten ihre Geschichte korrigieren und im Zuge der Restauration 1815 gelang ihnen das auch. Jedoch nicht alle machten bei der Fahnenrestauration mit. St. Gallen, Waadt, Thurgau und Neuenburg behielten ihr Revolutionsgrün. Die anderen löschten Wilhelm Tell aus ihren Fahnen und setzten wieder das weisse Kreuz ein. Nach weiteren Jahren der Selbstfindung wurde endlich im 1840 mehrheitlich eine gemeinsame Schweizer Flagge für alle Bundesstaaten, besonders durch das Wirken des Generals Dufour, angenommen.


Das Rote Kreuz auf weissem Grund

1864 war es der General Dufour und Henry Dunant, welche auf der Genfer Konvention ein Schutzkreuz für verwundete Soldaten vorstellten: ein Rotes Kreuz auf weissem Grund, also die Umkehrung der Schweizerfahne. Ebenso wurde eine gleiche Armbinde eingeführt, die als Erkennungszeichen von Sanitätern und Rettungsdiensten geworden ist.


Die Schweizer Fahnenformate

In der Schweiz kennt man vier Fahnenformate: quadratisch,  rechteckig, Hochformat und im Muster geflammt. Im folgenden werden die einzelnen Schweizer Fahnen näher beschrieben.


Die quadratische Schweizer Fahne

Dieses Fahnenformat ist die offizielle Fahnenvariante, welche bei öffentlichen Anlässen gehisst und auch am meisten verkauft wird. Ebenso wird diese Schweizer Fahne für die Dekoration in Innenbereichen, als Wandbehang oder im Aussenbereich, als wehende Schweizer Flagge an einem Mast verwendet.


Die Schweizerfahne im Querformat

Diese Fahnenvariante passt harmonisch mit anderen Länderfahnen zusammen und wird in verschiedenen Formaten angeboten die ihren Zweck entweder als Dekoration oder als nationales Identitätssymbol vollständig erfüllen.


Die Schweizer Fahne im Hochformat

Diese Variante einer Schweizer Flagge mit dem weissen Kreuz ist hervorragend für die Trapierung von öffentlichen, als auch privaten Hausfassaden geeignet und ist in den unterschiedlichsten Längen erhältlich.


Die Schweizer Fahne geflammt

Die Variation, Schweizer Fahne geflammt, wird in den bereits bekannten Formaten und in unterschiedlichen Grössen angeboten. Von der tragbaren Stabfahne bis zur Präsentationsfahne sind alle Schweizer Fahnenfabrikate verfügbar. Die Stoffqualitäten und die Farbechtheit, für eine lange Lebensdauer der Schweizer Flagge ist garantiert.


Das Seitenverhältnis der Schweizerfahnen

Es ist erstaunlich, welche Dinge auch bei Fahnen eine Rolle spielen. So war bis zum Dezember 2016 das Seitenverhältnis der Schweizer Fahne nirgendwo festgelegt. Das änderte sich jedoch ab dem 01. Januar 2017. Hier wurde in der Schweiz ein neues Wappenschutzgesetz verabschiedet, wonach nach Art. 3, Abs.1 des Wappenschutzgesetzes die quadratische Form zwingend vorgeschrieben ist. Allerdings benutzte die Schweiz im Gegensatz zu anderen Nationalstaaten diese quadratische Form schon immer, lediglich auf den Schiffen der Schweizer Reedereien wird die Schweizer Flagge als ein Dreieck mit den Seitenverhältnissen 2:3 benutzt. Abweichend davon benutzt der Kanton Schwyz eine ähnliche Fahne, die höchstenfalls bei der Gestaltung der Schweizer Nationalfahne Pate gestanden haben dürfte. Die Schweizer Nationalfahne ist eine eigenständige Schöpfung, da die Kantonsfahne der Schwyz andere Fahnenpropotionen aufweist.

Die Schweizer Fahne wird in der Hauptsache am Bundesfeiertag der Schweizer Bevölkerung zu dekorativen Zwecken gehisst und aufgesteckt, und wird teilweise das gesamte Jahr über so belassen. In den achtziger Jahren wurde die Verwendung des Schweizer Kreuzes in der Schweizer Flagge stark zurückgedrängt, da man es mit nationalistischen Bestrebungen in Verbindung brachte. Das änderte sich jedoch schlagartig, als man etwa ab 1990 begann dieses Symbol kräftig auf Schweizer Produkten zu vermarkten. Man denke nur an das berühmte „Schweizer Taschenmesser“, aber auch auf Souvenirs und der Modekleidung erschien das Symbol, entweder als Schweizer Kreuz oder als Schweizer Fahnen.


Interessantes über das Schweizer Rot

Wie bei der Festlegung der Fahnenproportionen war auch die Farbe der Schweizer Flagge vor der Einführung des Wappenschutzgesetzes (WSchG) nicht verbindlich festgelegt. Es wurde verschiedene Farbtöne von Rot verwendet. Dunkles Rot wurde selten verwendet. So legte man verbindlich fest, wie das Schweizer Rot definiert ist und richtete sich nach der PantoneZahl 485, die vorschreibt, dass sich das Schweizer Rot aus je 100 Prozent Gelb und Magenta zusammensetzen muss. Es gibt weitere unterschiedliche Definitionen wie z.B. das Schweizer Rot mit „websicheren Farben“ gestaltet wird, oder dass in der Wappenkunde (Heraldik) das Schweizer Rot mit der Pantone Druckfarbenzahl 032 C angegeben wird.


Der Schutzstatus der Schweizer Fahnen

Alle Zeichen der Schweizerischen Eidgenossenschaft werden im Inland durch das Bundesgesetz SR 232.21 zum Schutz öffentlicher Wappen und Zeichen geschützt. Dieser Schutz, den auch Östereich und die Niederlande für ihre Zeichen in Anspruch nehmen entstammt dem Art. 53, Abs. 2 des I. Genfer Abkommens, wo sich alle Vertragsstaaten verpflichten, die Verwendung des Schweizerwappens durch Privatpersonen, Gesellschaften und Handelsfirmen zu verbieten. Der Grund war die bestehende Verwechslungsgefahr mit dem Roten Kreuz, als eine Ehrung der Schweiz und als Schutzzeichen, welches die umgekehrten Landesfarben der Schweizer Fahne (Rotes Kreuz auf weissen Grund) allein nutzen durfte.


https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2009/8693.pdf